JUBILÄUMSINTERVIEW MIT LARS WEISSENSEE

Welchen Beruf haben Sie gelernt und wie sind Sie zu MKT gekommen?

Ich wurde dank einer Zeitungs­annonce auf MKT aufmerksam. Das Internet und andere Medien wurden damals noch nicht dafür genutzt. Im Jahr 1996 habe ich meine Aus­bildung zum Industrie­kauf­mann bei MKT begonnen. Sofern ich weiß, war ich auch der erste Auszu­bildende der Firma. Zu diesem Zeit­punkt war die Anzahl an Ange­stellten mit Herrn und Frau Eschbach und zwei Bürodamen in der Verwaltung noch recht über­schaubar.

Wie sind Sie vom Industriekaufmann zum IT-Beauftragten geworden?

Im Anschluss an meine Lehre bekam ich ein Angebot in der Auftragsverwaltung. Die Abteilung bestand aus drei Mitarbeitern: dem Betriebsleiter, einem Azubi und mir. Unsere damalige Abteilung war für die komplette Steuerung der Auftrags­abwicklung zuständig: vom Auftragseingang, der Produktions­planung, bis hin zur Kommissio­nierung und dem Versand. Alles wurde analog in Excel- und Word­anwendungen dokumentiert. Gegen 1999 wurde Herr van Acken für MKT tätig. Er begann in sehr enger Zusammen­arbeit mit uns ein „Mini-ERP-System“ zu programmieren, welches über die Jahre immer weiterentwickelt wurde und schritt­weise mehr Abteilungen darin abgebildet wurden. Parallel dazu explodierte die Anschaffung neuer Hardware und weiterer Technik förmlich, dement­sprechend wuchs auch der Pflege- und Support­aufwand im Haus. Hinzu kam noch, dass Herr van Acken nur vierzehn­tägig für 2-3 Tage im Haus war, sodass es vor Ort einen Ansprech­partner und Verant­wortlichen für die IT/EDV geben musste und so fiel die Wahl auf mich.

Was motiviert Sie in Ihrem Aufgabenbereich am meisten?

Meine tägliche Motivation ist die abwechslung­sreiche Zusammen­arbeit mit vielen Kollegen aus so gut wie allen Bereichen der MKT und regelmäßig etwas zu verbessern oder zu optimieren und dadurch die Mitarbeiter bei ihren Tätig­keiten zu unter­stützen.

Wie hat sich Ihr Arbeitsbereich verändert?

Da die IT ein immer wichtigerer Aspekt für MKT wurde, wurde 2003 zusätzlich ein IT-Dienstleister, die Firma Kirch­hoff-Daten­systeme, ins Haus geholt. Für diese wurde ich ebenfalls Ansprech­partner und organisierte den Support vor Ort. Durch einige Schulungen und „learning by doing“ konnte ich recht umfang­reiche Kenntnisse zur EDV/IT erlangen und kenne natürlich fast jede LAN-Verbindung bei MKT.

Im Jahr 2015 wurde ein neues ERP-System im Unternehmen eingeführt. Durch die Umstruk­turierungen, welche sich durch die ERP-Einführung ergaben, wurde mein ehemaliges „Mit-Aufgabengebiet“, die Auftrags­bearbeitung, in der die Artikel- und Auftragsanlage, sowie die Rechnungs­legung, Disposition der Logistiker und Kurier­dienst­leister, Zollthemen und Auswertungen erfolgten, auf andere Abteilungen verteilt beziehungs­weise durch das ERP abgedeckt. Aufgrund des immer umfangreicheren Arbeits­spektrums und den gewachsenen Ansprüchen in der IT, bin ich seit 2017 ausschließlich in der IT-Abteilung tätig, welche durch meinen heutigen und von mir sehr geschätzten Kollegen Lutz Wittig verstärkt, ja sogar verdoppelt wurde. Die letzten beiden durch die Pandemie geprägten Jahre brachten für uns in der IT-Abteilung nochmals eine ganz besondere Heraus­forderung mit sich. Von jetzt auf gleich wurde fast die komplette Verwaltung ins Home-Office geschickt, aber trotzdem mussten die Prozesse und die Kommunikation der Kollegen aufrecht­erhalten werden. Ich kann mich noch sehr gut an einige lange Arbeits­tage im April 2020 erinnern, an denen ich die Kollegen bei der Einrichtung, sowohl ihrer eigenen Infrastruktur Zuhause, als auch der VPN und Remote-Zugänge zur Firma, unter­stützte. Diese schwierige Situation hat uns gezeigt, dass wir seitens der IT schnell auf Ver­änderungen reagieren können.

Was waren die skurrilsten IT-Probleme?

Im Laufe der Jahre erlebt man natürlich so einiges in der IT-Abteilung. Das ist vermutlich in jeder Firma der Fall. Natürlich hat nicht jeder Mitarbeiter dieselben Skills im Umgang mit der Technik und man muss auch mal etwas Geduld an den Tag legen. Ein paar Sachverhalte kann ich zum Besten geben:

Ein/e Mitarbeiter/In teilte mir mit „Ich kann mein Dokument nicht mehr finden“, worauf ich fragte, „Wo wurde es denn gespeichert?“, die Antwort darauf lautete „Na in Word!“.

Ein anderes Mal wurde ich zu einer PC-Störung an den Arbeitsplatz eines Mitarbeiters gerufen. Der PC ließ sich nicht mehr steuern und das Bild auf dem Monitor flackerte. Auf Nachfrage von mir konnte keine mögliche Ursache der Störung genannt werden, auch eine kurze Überprüfung der Anschlüsse und Kabel brachte keine Verbesserung. Als ich die Tastatur auf eine evtl. klemmende Taste prüfen wollte und diese dabei umdrehte, lief fast eine halbe Tasse Kaffee heraus, welche vermutlich ein weiteres Mal den Schreibtisch des Kollegen beschmutzte. Der Mitarbeitende konnte sich natürlich nicht erklären wie die Tastatur zu dem Kaffee kam.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Unternehmens?

Ich wünsche MKT, dass sich das Unternehmen für die kommenden 30 Jahre weiterhin so positiv entwickelt wie bisher. Ich freue mich auf viele technische Weiter­ent­wick­lungen und deren Betreuung.

Ein ITler der unsere Firmentechnik und Daten mindestens so gut schützt wie sein Gesicht vor der Öffentlichkeit – das ist Lars Weissensee. Er entwickelte sich seit 1996 vom Azubi als Industriekaufmann zum IT-Mitarbeiter und EDV-Beauftragten bei MKT.